14.06.23

Die richtige Auflösung? Was sind Pixel, DPI und PPI?

Jeder, der sich schon einmal mit Bildbearbeitung und Fotografie beschäftigt hat, hat die Kürzel PPI und DPI mit Sicherheit schon mal gehört oder gelesen (und vermutlich auch schon verwechselt). Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe auch oftmals bedeutungsgleich verwendet. Selbst große Softwarehersteller verwenden die beiden Kürzel oftmals synonym.

Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Und weshalb sind sie für die Auflösung wichtig?

Dazu sollte man zunächst wissen, dass ein digitales Foto eine Rastergrafik ist. Jede Rastergrafik besteht aus einer Vielzahl von Bildpunkten, die sogenannten Pixel. Deshalb wird sie auch oft als Pixelgrafik bezeichnet. Die Anzahl der Pixel, aus denen sich eine Rastergrafik zusammensetzt, wird als Bildauflösung bezeichnet.

Der Begriff Pixel leitet sich ab aus dem Englischen von „picture“, umgangssprachlich oft mit „pix“ abgekürzt, und „element“. Als Abkürzung wird oft „px“ verwendet. Übersetzen kann man Pixel in etwa mit Bildelement oder Bildpunkt.

Pixel sind winzige, quadratische Kästchen, in denen die Bildinformationen wie Farbe oder Farbschattierung gespeichert werden. Sie sind so winzig, dass das menschliche Auge sie für sich genommen gar nicht wahrnehmen oder voneinander unterscheiden kann. In unserem Gehirn werden die einzelnen Pixel sozusagen zu einem Gesamtbild verschmolzen.

Landschaftsaufnahme mit Kohlmeise

So nehmen wir ein digitales Foto wahr. In Wirklichkeit besteht es aus vielen einzelnen Pixeln. Vergrößert man das Foto extrem stark, sieht man die vielen kleinen Pixel, aus denen sich das Bild zusammensetzt.

Vergrößerter Ausschnitt aus Landschaftsaufnahme mit Kohlmeise zur Illustration von Pixeln

Relative und absolute Auflösung

Jedes Digitalfoto, das Sie schießen, hat eine absolute Auflösung in Pixel. Diese absolute Größe wird auch als Pixelmaß bezeichnet. Mit dem Pixelmaß wird die fixe Anzahl von Pixeln in horizontaler und vertikaler Richtung angegeben, die unabhängig von der Ausgabegröße ist. Kurz und knapp: Das Pixelmaß gibt an, aus wie vielen Pixeln ein Foto zusammengesetzt ist.

Mit der absoluten Auflösung wird die Gesamtzahl der Bildpunkte (Pixel) in der Fotografie meist mit Megapixel angegeben. Will man das Foto in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten, wird hier meist die Anzahl der Bildpunkte pro Zeile und Spalte in der Regel als Breite und Höhe angegeben. So hat man auch gleich eine bessere Vorstellung vom Seitenverhältnis.

Neben der absoluten Auflösung gibt es auch eine relative Auflösung. Die relative Auflösung gibt die Anzahl der Pixel im Verhältnis zu einer physikalischen Längeneinheit an. Das ist wichtig für das Verständnis von PPI.

PPI – Pixel per Inch

Das Kürzel PPI steht für englisch „pixel per inch“ – Pixel pro Zoll. Mit PPI wird die relative Auflösung eines digitalen Fotos angegeben, das in einer bestimmten Größe auf Papier oder Stoff gedruckt wird. Häufig spricht man hier auch von Pixeldichte.

DPI – Dots per Inch

DPI ist die Abkürzung für englisch „dots per inch“ - (Druck)punkte pro Zoll. Der Begriff kommt aus der Drucktechnik und bezieht sich auf die Auflösung einer Druckmaschine (eines Ausgabegerätes). Mit dem DPI-Wert wird die Dichte der Farbpunkte beschrieben, mit dem der Drucker die Tinte auf das Trägermaterial druckt. Den DPI-Wert selbst kann man streng genommen nicht beeinflussen, da er vom Ausgabegerät abhängt. Er ist eine Einstellung in der Druckmaschine, mit der angegeben wird, wie die Tintenpunkte beim Druck aufgetragen werden sollen.

Die Auflösung

Für ein gutes Druckergebnis brauchen Sie eine ausreichende Auflösung Ihres Fotos. Als Faustregel kann man hier sagen: Große Produkte verkraften weniger absolute Auflösung als kleine. Das liegt am Betrachtungsabstand und der Wahrnehmung des menschlichen Auges. Vereinfacht kann man sagen: Je größer später der Betrachtungsabstand ist, desto geringer darf die Auflösung sein. Auch die Stoffart spielt natürlich eine Rolle: Bei einem sehr feinen Stoff ohne Struktur nimmt man kleine Details sehr viel deutlicher wahr als zum Beispiel bei einem hochflorigen Plüschstoff.

Doch was ist jetzt die richtige Auflösung?

Die Größe des Drucks wird berechnet, indem man die Breite und Höhe des Bildes nimmt und sie durch die PPI dividiert. Ein Inch entspricht zirka 2,54 cm. Nehmen wir an, Ihr Foto hat als Pixelmaß 3000 x 2000 Pixel. Das ist die absolute Auflösung. Für einen guten Leinwanddruck brauchen wir eine Auflösung von 100 bis 150 ppi bei der gewünschten Größe.

Sie möchten es als Leinwand in 30 x 20 cm drucken.  Hier würde sich eine relative Auflösung von 254 ppi ergeben. Wenn Sie es als Leinwand in 60 x 40 cm drucken lassen möchten, wäre die relative Auflösung 127 ppi. In beiden Fällen würden Sie ein schönes Leinwandergebnis erhalten.

Möchten Sie dieses Foto aber als Leinwand im Format 120 x 80 cm drucken lassen, ergäbe dies eine Auflösung von 63,5 ppi. Hier wäre das Ergebnis leider nicht mehr optimal.

Wenn Sie online ein Produkt layouten, prüft unser System die (mathematische) Auflösung Ihres Bildes, auch wenn Sie es zum Beispiel vergrößern. Sie erhalten dann eine Meldung, wenn die Auflösung nicht optimal für den späteren Druck ist. Hier kommen dann die PPI ins Spiel. Für den Druck ist die relative Auflösung entscheidend, also wie viel PPI bei der gewünschten Abbildungsgröße vorhanden sind.

Sie können sich auch vorab auf den Produktseiten über die optimale Bildgröße für Ihr Wunschprodukt informieren. Die Angaben zur Auflösung beziehen sich jeweils auf die komplette Produktfläche, die Ihnen zum Gestalten zur Verfügung steht. Wenn Sie zum Beispiel eine Canvasleinwand designen möchten, finden Sie diese Infos unter "Maße und Auflösungen" direkt auf der Seite.

So könnte die Leinwand aussehen

Unser System meckert, dass die Auflösung nicht ausreicht? Es soll nun aber genau das Foto sein? Überlegen Sie, ob zum Beispiel die Leinwand eine Nummer kleiner nicht die bessere Wahl wäre. Sie können im Layouttool ganz einfach das Format wechseln.
Oder Sie werden einfach zum kreativen Designer! Wie wäre es mit einer Fotocollage? Oder verkleinern Sie Ihr Foto einfach im Layout und schreiben daneben einen Text? Sie können Ihr Foto in der Layoutanwendung drehen, in der Größe verändern, ihm eine Form verpassen und vieles mehr.

 

Wichtige Begriffe zur Auflösung

Eine Rastergrafik ist eine Datei, die aus einer Vielzahl an einzelnen Pixeln aufgebaut ist und darin auch ihre Bildinformationen speichert. Oft wird sie deshalb auch als Pixelgrafik bezeichnet. Das klassische Beispiel für eine Rastergrafik ist eine Jpg-Datei.

Ein Pixel ist das kleinste Element einer Rastergrafik.
Als Pixelmaß wird die absolute Auflösung einer digitalen Bilddatei bezeichnet. Sie setzt sich zusammen aus der Anzahl der einzelnen Pixel in Breite und Höhe.
Mit der Einheit ppi (Pixel per Inch) wird die relative Auflösung angegeben. Sie setzt sich zusammen aus der Anzahl der Pixel im Verhältnis zu einer physikalischen Längeneinheit (zum Beispiel cm).

 

Fotos:
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